Unsere Volkstanzgruppe wurde offiziell im Jahre 1988 gegründet, obwohl die Anfänge schon im Jahre 1987 gemacht wurden. Einige der Mitglieder fuhren damals zu einem Tanzseminar, das auf Bezirksebene veranstaltet wurde.
Da im Jahre 1988 hier in Windecken die 700 Jahrfeier der Stadtrechte gefeiert werden sollte, wurde an uns der Wunsch herangetragen, einen Tanz aufzuführen.
Jeder Verein hatte eine bestimmte Jahreszahl, an die Kleidung angepasst werden sollte. Unser Verein wurde für das Jahr 1850 ausgewählt. Da aber in unserer Gegend schon seit dem 17. Jahrhundert keine Trachten mehr getragen wurden, mussten wir einen Kompromiss finden. Es wurden in verschiedenen Bibliotheken alte Bücher gewälzt und in Anlehnung an die alte Zeit unsere Tanztracht entworfen und von uns selbst geschneidert. Seit Gründung der Tanzgruppe bis 2004 war Rosel Bauer die Tanzleiterin und ab da leiteten Beate Weisbecker und Elvira Naumann die Gruppe. Jeden Mittwoch um 20.00 Uhr üben wir in der Willi-Salzmann-Halle. Wer gerne einmal mittanzen möchte, ist herzlich willkommen.
Wie es manchmal so zugeht bei den Übungsstunden kann man auch in unserem Buch nachlesen. Hier ein Auszug. | | Volkstanz-Übungsstunde
Mittwoch Abend,Übungsstunde, um 8 Uhr ist die Anfangszeit. Einsam schau ich in die Runde, keiner zu sehen, weit und breit.
Langsam trödeln ein paar ein, wo mag denn nur die Rosel sein? Schwer schleppend trifft sie auch schon ein, noch immer fehlt der halbe Verein . Viertel nach acht, wo ist der Rest? Bis halb neun er sich Zeit sich lässt. Jetzt sollte man meinen es ging los, doch noch ist das Geschnatter groß.
Die Musik setzt ein, an die Hände gefaßt, Maria hat schon wieder den Einsatz verpasst. Die Ambosspolka wird geübt, diese Musik ist sehr beliebt.
Wer macht die Eins, wer macht die Zwei, schon gibt's die schönste Streiterei. Na ja, es wird mal los probiert, habt ihr's endlich jetzt kapiert.
Es geht ganz gut bis zu dem Schieben, wer ist jetzt Eins, wer ist jetzt Zwei Wieder ein paar verkehrt gelaufen, Ende!!! Großer Chaoshaufen.
Wieder von vorn, wir sind geschwitzt, die Hälfte auf den Stühlen sitzt. Doch Rosel, die kennt kein Erbarmen, wir müssen wieder ran, wir Armen.
Die Erika, die zieht die Tanzschuh aus: "Mir langt's, ich geh jetzt nach Haus". Feierabend heißt das Zauberwort, und schnell geht's in die Wirtschaft dort´.
Text: Marlis Vogel
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